Die Sauna zur Behandlung gegen Cellulite nutzen?

Cellulite, auch als Orangenhaut bezeichnet, ist die so genannte Bindegewebeschwäche, vor der sich viele Frauen fürchten. Ob die Sauna eine positiven Effekt erzielt und sie eine gute Behandlung gegen Cellulite darstellt möchten wir in diesem Artikel behandeln. Außerdem werden noch weiter Möglichkeiten zur Behandlung von Cellulite besprochen.

Sauna gegen Cellulite - hilft sie?

Rainer Sturm / pixelio.de

Die Cellulite tritt insbesondere an den Oberschenkeln, am Bauch, an den Oberarmen und am Po auf. Cellulite entsteht durch größer werdende Fettzellen.

Das Bindegewebe kann sie in diesem Fall nicht mehr zurückdrücken. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen Prozess, was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass viele Frauen darunter leiden. Etwa achtzig Prozent der Frauen sind von Cellulite betroffen.

Hilft Sauna gegen Cellulite?

Viele Frauen schwören darauf, der Cellulite mit der Sauna den Kampf anzusagen, doch ein positiver Effekt konnte durch die Wissenschaft bisher noch nicht bestätigt werden. Zum Teil können Saunabesuche die Cellulite auch negativ beeinflussen, denn durch die Hitze ist je nach Körpereigenschaften ein Lymphstau möglich. Die Flüssigkeiten fließen im Anschluss langsamer ab, was die Cellulite sogar verschlechtern kann. Dies sind allerdings Einzelfälle.

Daher ist im Allgemeinen gegen einen gelegentlichen Besuch einer Sauna auch bei Frauen, die unter einer starken Cellulite leiden, nichts einzuwenden. Du solltest lediglich darauf achten, dass die Abstände zwischen den Sauna-Gängen ausreichend sind.



Sauna und Wechselduschen gegen Cellulite

Wenn du für dich festgestellt hast, dass dir die Sauna gut tut, dann können regelmäßige Saunabesuche in der Kombination mit Wechselduschen sogar helfen, dass die Orangenhaut verbessert wird. Das Bindegewebe wird besser durchblutet und wird somit elastischer.

Die Sauna hilft auch bei der Entschlackung. Der Wechsel von kalt und warm unterstützt den Prozess und kann auf die Haut verjüngend wirken, der Stoffwechsel wird hier angeregt und trainiert.

 

Also um nochmal zu Wiederholen. Die Sauna ist leider nicht das Allheilmittel! Allerdings gibt es noch einige andere Methoden die eine Besserung herbeirufen können.

 

Massagen, Sport und die Ernährung.

Massagen gegen Cellulite

Zumindest eine leichte bis mittelstarke Cellulite an den Oberschenkeln kann mit Massagen gut behandelt werden. Die tiefer liegenden Hautschichten werden aufgrund der Massagebewegung aktiviert, wodurch der Lymphfluss angekurbelt, die Durchblutung gesteigert und die Sauerstoffversorgung der betroffenen Stellen verbessert wird.

Die Zellwände werden durchlässiger. Schlackenstoffe und überschüssiges Wasser kann besser abtransportiert werden.

Für eine gezielte Massage sind spezielle Cellulite-Massageroller erhältlich, wodurch der positive Effekt erhöht wird. Du behandelst die Problemzone damit etwa fünf Minuten und anschließend kannst du noch eine Spezialcreme auftragen, die gegen Cellulite wirkt. Die Anwendung ist zweimal am Tag empfehlenswert.

Sport zur Stärkung des Bindegewebes

Seit jeher ist unumstritten, dass durch regelmäßige sportliche Betätigung die Durchblutung gefördert, das Bindegewebe gestärkt und die Muskulatur aufgebaut wird.

Daraus resultiert als positiver Nebeneffekt, dass die Cellulite verringert wird, denn bei einer stärkeren Muskulatur finden die Fettzellen weniger Platz, um sich anzusiedeln. Am effektivsten ist es, wenn du Ausdauer- und Kraftsport kombinierst, denn durch Ausdauersport schmilzen die Fettpölsterchen, während Kraftsport die Muskeln aufbaut, wodurch die Haut gestrafft wird.

Weniger gut sind hingegen Sportarten mit einem Aufprall-Effekt wie Joggen oder Step-Aerobic, denn dadurch kann das Bindegewebe noch mehr ausleiern. In der Woche ist drei Mal Sport empfehlenswert. Mit einer gleichzeitigen Anwendung von Massagen und Cremes kann die Reduzierung der Cellulite zusätzlich erhöht werden.

Das Thema Kraftsport ist sehr komplex und nicht so einfach wie es sich manche Frauen vorstellen. Nur weil man drei mal die Woche auf einem Stepper steht und sämtliche Fitnessgeräte im Sportstudio durch ackert heißt das noch lange nicht Kraftsport.

Wenn man eine Übung mit minimalen Gewicht 20 mal Wiederholt und sich dabei kaum anstrengt kann das keine Änderung im Muskel hervorrufen. Das Ganze sollte schon ernsthafter betrachtet werden. Prinzipiell kann man sagen, dass das Training sich nicht unbedingt zwischen Mann und Frau unterscheidet.

Es sei noch angemerkt, nur weil man drei mal in der Woche richtige Gewichte bewegt sieht man als Frau noch lange nicht aus wie ein Bodybuilder.

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Ein wahrer Alleskönner ist auch Vitamin C. Dieses Vitamin kurbelt nicht nur die Fettverbrennung an, sondern stärkt auch das Bindegewebe.

Vitamin-C-Bomben sind beispielsweise Erdbeeren und Kiwis. Viel Obst und Gemüse, Ballaststoffe und Eiweiß tragen zu einer schönen und straffen Haut bei.

Auch Kalium ist ein guter Cellulite-Killer, denn es entwässert, entschlackt und hilft damit, eine Cellulite zu reduzieren oder ihr sogar vorzubeugen. Sehr viel Kalium steckt zum Beispiel in Blumenkohl, Brokkoli, Tomaten und Spargel.

Gesättigte Fettsäuren, Zucker und Weißmehlprodukte hingegen fördern eine Cellulite. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Gut geeignet sind Wasser und ungesüßter Tee, denn diese Getränke entschlacken und auch der Stoffwechsel wird angekurbelt. Zuckerhaltige Limonaden und Säfte solltest du möglichst vermeiden. Vorsicht ist ebenso bei Kaffee, schwarzem Tee, Alkohol sowie Nikotin geboten, denn dies entzieht dem Körper Flüssigkeit und produziert neue Schlacken, welche sich in deinem Gewebe einlagern.

Fazit zum Thema Cellulite

Natürlich ist das Thema Cellulite ein heiß diskutiertes. Die hier genannten Tipps sollen daher auch nur eine kleine Anregung darstellen.

Festgehalten sollte auf Jeden Fall, dass die Sauna in der Regel nicht schädlich ist und in gewisser weiße etwas Linderung verschaffen kann. Eine gesunde Ernährung, Sport und regelmäßige Massagen dagegen haben sehr großen Einfluss.